Brennt Titank in einer Halle

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Datum: 18. Januar 2016 um 17:01 Uhr
Alarmierungsart: Sondereinsatzgruppe Verpflegung (SE-V)
Dauer: 7 Stunden 28 Minuten
Einsatzart: F_Feuer3 
Einsatzort: Dammstraße (Eving)
Fahrzeuge: 16-KEF-1 , Fl. Dortmund 16-LKW-1 
Weitere Kräfte: Feuerwache 1 , Feuerwache 2 , Feuerwache 6 , Löschzug 12 , Löschzug 19 , Löschzug 20 , Löschzug 21 , Löschzug 22 , Löschzug 25 , Löschzug 29 , Polizei , Rettungsdienst 


Einsatzbericht:

Zu einem Großbrand ist am Montagnachmittag in Eving / Lindenhorst gekommen. Wir versorgten rund 200 Kollegen mit Essen und Getränken.

 

Feuer im alten Metallhüttenwerk

Ein Großbrand in einer Lagerhalle in Lindenhorst hat am Montagabend die Feuerwehr in Atem gehalten. Um kurz vor 16:30 Uhr wurde der Leitstelle ein Feuer auf dem Gelände einer ehemaligen Metallhütte an der Dammstraße gemeldet. Glücklicherweise wurde niemand bei dem Feuer verletzt.

Flammen und Rauch dringen aus der Halle 
Bild: Bildlizenz: Alle Rechte vorbehalten Stefan Quinting

Als die alarmierten Einsatzkräfte eintrafen, war schnell klar, dass es sich hier um ein größeres Ereignis handelte und sofort weitere Unterstützung angefordert.

Die Brandbekämpfung auf der obersten Etage der circa 20 Meter hohen Halle gestaltete sich jedoch sehr schwierig, da der Brandherd nicht direkt erreicht werden konnte und eine massive Rauchentwicklung die Arbeit zusätzlich erschwerte. Eine Durchzündung der dabei entstehenden Rauchgase konnte nicht mehr verhindert werden. Mit einem großen Feuerball breitete sich das Feuer in der Lagerhalle aus. Zum Schutz der eigenen Einheiten wurde daraufhin auf eine Brandbekämpfung im Innenangriff verzichtet und der Löschangriff von außen über Hubarbeits- und Drehleiterfahrzeuge durchgeführt.

Eine große Rauchwolke stand über der Einsatzstelle 
Bild: Bildlizenz: Alle Rechte vorbehalten René Werner, IDANewsMedia

Währenddessen zog eine dichte, schwarze Rauchwolke über den Dortmunder Nordwesten. Da zu diesem Zeitpunkt eine Gefährdung für die Bevölkerung noch nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde vorsorglich darauf hingewiesen, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Im weiteren Verlauf wurden mehrere Messfahrzeuge (aus dem Regierungsbezirk Arnsberg) eingesetzt, die an verschiedenen Stellen der Stadt Luftproben genommen haben. Die Auswertung dieser Proben ergab, dass im Bodenbereich keine bzw. nur sehr geringfügige und damit unbedenkliche Schadstoffe vorhanden waren.

Zahlreiche Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Dortmund unterstützten den Einsatz im Bereich der Brandbekämpfung, Löschwasserversorgung, Schadstoffmessung, Verpflegung der Einsatzkräfte vor Ort und Sicherstellung des Brandschutzes in der Stadt.

Weiterhin kam auch eine Drohne des IfR-Dortmund (Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie) im Rahmen der Erkundung zum Einsatz. Mit Hilfe von Infrarotaufnahmen aus der Luft konnte sich die Einsatzleitung (die durch die Feuerwehr Bochum unterstützt wurde) einen besseren Überblick verschaffen und die weiteren Maßnahmen koordinieren.

Flammen schlagen aus der Werkhalle 
Bild: Bildlizenz: Alle Rechte vorbehalten Stefan Quinting

Durch die Dauer der Brandbekämpfung und der damit verbunden Temperatureinwirkung auf die Stahltragkonstruktion, musste auch ein möglicher Einsturz der Halle berücksichtigt werden. Zur Bewertung der Lage wurde hierfür ein Baufachberater vom THW hinzugezogen und die weitere Vorgehensweise abgestimmt. Letztendlich wurde mit einem Trupp unter Atemschutz auf der Arbeitsbühne eines Teleskopmastfahrzeuges die Außenhaut der Halle aufgeschnitten, um von Außen die letzten Glutnester löschen zu können.

Wie es genau zu dem Brand gekommen ist, muss nun von der Polizei ermittelt werden. Ein Zusammenhang mit den vor Ort stattfindenden Abrißarbeiten wird nicht ausgeschlossen.

Insgesamt waren bisher über 140 Einsatzkräfte an der Metallhütte und im Stadtgebiet im Einsatz.

Gegen 02:00 Uhr am frühen Dienstagmorgen konnten die letzten Einsatzkräfte einrücken, eine Revision der Brandstelle wird gegen 08:00 Uhr durchgeführt, um den Einsatzort letztendlich den Firmenverantwortlichen zu übergeben.

Feuerwehr Dortmund

ot112.de

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