14.03.2012 – Feuer in der Nordstadt
Mitte-Nord – Gegen 19:00 Uhr wurde die Feuerwehr Dortmund über den Notruf 112 zu einem Wohnungsbrand in die Missundestraße im Dortmunder Norden gerufen. Eine Hausbewohnerin schilderte, dass sie zuvor im Haus Brandgeruch wahrnahm. Als sie nachsehen wollte woher der Brandrauch kam, drang dichter schwarzer Rauch aus einer Wohnungstür im ersten Obergeschoss.
Der Löschzug der Feuerwache 1 (Mitte) traf bereits fünf Minuten nach dem Anruf an der Einsatzstelle ein. Aus drei Fenstern im ersten Obergeschoss des fünfgeschossigen Mehrfamilienhauses drangen dichter Rauch und Feuer. Mehrere Atemschutztrupps, unterstützt von den Kräften des fast zeitgleich eintreffenden Löschzuges der Feuerwache 2 (Eving), gingen sofort zur Personensuche und Brandbekämpfung in das Haus. Mehrere auf der Straße stehende Hausbewohner teilten der Feuerwehr mit, dass eine Frau, die in der Brandwohnung wohnt, noch vermisst werde. Die Maßnahmen der Feuerwehr konzentrierten sich unverzüglich auf die Menschenrettung und die Suche nach der vermissten Person. Gleichzeitig machten sich an der Rückseite des Wohngebäudes mehrere Personen an geöffneten Fenstern bemerkbar.
Bereits nach wenigen Minuten wurde eine leblose Frau in der Brandwohnung im ersten Obergeschoss aufgefunden. Der Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen. Eine Rettung der Personen auf der Gebäuderückseite war aus baulichen Gründen stark erschwert und musste somit über den Treppenraum durchgeführt werden. Das Feuer in der Brandwohnung brachten die vorgehenden Atemschutztrupps anschließend schnell unter Kontrolle.
Auf der Straße hatten sich bereits zahlreiche Familienmitglieder eingefunden. Die Feuerwehr alarmierte daraufhin das PSU-Team (psychosoziale Unterstützung) der Dortmunder Feuerwehr, einen Feuerwehrseelsorger sowie einen muslimischen Seelsorger zur Betreuung der Angehörigen.
Insgesamt waren circa 65 Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes an der Einsatzstelle.
Die Brandursache wird von der Kriminalpolizei ermittelt. Der Sachschaden wird auf circa 80.000 Euro geschätzt.