06.08.2010 – Statiker informierte Stadt über Probenergebnis
Innenstadt – Gegen 12:00 Uhr wurde die Feuerwehr zur Beurteilung einer Gefahrenlage an die Hansastraße gerufen. Dort waren am Dienstag Proben von der Bausubstanz eines in Umbau befindlichen Geschäftshauses genommen worden. Deren Ergebnis veranlasste den verantwortlichen Statiker dazu, die Stadt Dortmund umgehend zu informieren.
Es handelte sich um Proben der Konstruktion, die in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts errichtet wurde. Die Gütebeschaffenheit dieser Proben ließ einen Einsturz oder Teileinsturz des Gebäudes nicht gänzlich ausschließen. Daher waren die vorsorglich zu treffenden Maßnahmen klar.
Der Löschzug 1 (Mitte) sperrte gemeinsam mit der Polizei das Objekt weiträumig ab. Die in dem Haus noch befindlichen Gewerberäume wurden evakuiert: zwei Geschäfte, zwei Kanzeleien und eine Praxis.
Die sich anschließenden Maßnahmen dauern noch das ganze Wochenende an und führen so lange zur Teilsperrung der Hansastraße und des Bissenkamp. Absperrband wurde durch Bauzaunelemente ersetzt, ein privater Wachdienst sichert die Absperrung.
Die Einsatzstelle konnte um 16:20 Uhr an den Bauherrn übergeben werden, der nun Stützen einsetzen lässt, um bis zum Beginn der kommenden Woche die Verkehrssicherheit wieder herzustellen – einen Einsturz auszuschließen. Die weitere Zuständigkeit obliegt dann zunächst dem städtischen Bauordnungsamt.
Quelle: Feuerwehr Dortmund
Prüfingenieur rief Feuerwehr erneut zur Hansastraße
07.08.2010 – Arbeitssicherheit erfordert zusätzliche Stützen
Innenstadt – Als am gestrigen Nachmittag die erforderlichen Maßnahmen zur Sicherung des Gebäudes an der Ecke Hansastraße/Bissenkamp festgelegt wurden war eigentlich alles klar. Schwerlaststützen durch alle Geschosse sollen zunächst kompensieren, was vor beinahe 60 Jahren eingebaut wurde – Beton mit nicht ausreichender Festigkeit. So das Ergebnis von Proben, das am Freitag zum ersten Einsatz der Feuerwehr führte.
Baustopp, Räumung des Geschäftshauses, Absperrung und der Einsatz eines Sicherheitsdienstes waren die Folge, bevor das Objekt zunächst wieder an den Bauherrn übergeben werden konnte. Doch um die Schwerlaststützen setzen zu können müssen die Arbeiter im Gebäude sicher sein. Das konnte so ohne weiteres nicht gewährleistet werden, befand der zuständige Prüfingenieur und verständigte am Abend erneut die Feuerwehr, die gegen 21:00 Uhr verstärkt ausrückte.
Unter Hinzuziehung von Fachberatern des Technischen Hilfswerks Dortmund sowie zwei Angehörigen des Bauordnungsamtes machten sich Einsatzleitwagen 3, Führungs- und Versorgungskomponenten sowie Einsatzpersonal auf den Weg. Insgesamt rund 40 Kräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr richteten sich auf einen langen Einsatz ein.
Die Absperrgrenzen wurden überprüft, auf Empfehlung des Technischen Hilfswerks wurden nun auch benachbarte Gebäude evakuiert. 22 Personen von Polizei und Feuerwehr aus Ihren Wohnungen in den angrenzenden Häusern geführt. Zwei von ihnen kamen vorübergehend in städtischen Einrichtungen unter.
Derweil rechneten die Ingenieure fieberhaft durch und präsentierten gegen 01:00 Uhr die Lösung. Zunächst werden nach einem ausgeklügelten Plan Schritt für Schritt und vom Keller bis zum Dach weitere Stützen gesetzt, die für die Arbeitssicherheit sorgen sollen. Erst anschließend folgen die Schwerlaststützen.
Gegen 02:00 Uhr konnte die Einsatzstelle wieder dem Bauherr übergeben werden, dessen Maßnahmen im Verlauf des Samstags zuversichtliche Konturen annahmen. Die Arbeiten begannen um 07:00 Uhr und laufen seitdem durchgehend. Mindestens bis Montag werden die Einschränkungen im Sinne der Sicherheit aufrecht erhalten.
Von der erforderlichen Absperrung betroffen sind neben dem Umbauobjekt auch die Anlieger in unmittelbarer Nachbarschaft. So mussten ein Modehaus, Ladenlokale und Gaststätten am Samstag geschlossen bleien.
Quelle: Feuerwehr Dortmund