09.07.2010 – Feuerwehr löschte fünf Hektar großes Areal
Scharnhorst – Großeinsatz am Nachmittag auf dem Gelände der Deponie Nord-Ost am Rande Dortmunds. Buschwerk und kleine Bäume waren auf dem renaturierten Gelände der Deponie großflächig in Brand geraten. Insgesamt rund fünf Hektar des noch jungen Grüns fielen an verschiedenen Stellen den Flammen zum Opfer, die aus der Ferne zunächst nicht sichtbar waren, als die Feuerwehr nur wenige Minuten nach der Alarmierung um 14:20 Uhr eintraf.
Die Besatzung der Feuerwache 6 (Scharnhorst) musste das weitläufige und von verzweigten Fuß- und Wirtschaftswegen durchzogene Gelände in der Tiefe erkunden, um zum Einsatzort zu gelangen. Dann ging alles ganz schnell und plötzlich war auch eine hohe Rauchsäule zu sehen. „Man konnte erkennen, wie die Flammen blitzartig auf noch nicht betroffenes Gelände übersprangen. Es waren erst etwa zwei und dann gut fünf Hektar brennende Flächen“, so Steven A., an diesem Tag Wachleiter in Scharnhorst.
Die angeforderte Verstärkung aus dem Stadtgebiet führte zu in der Spitze 120 in der Brandbekämpfung tätigen Angehörigen von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr. In einer konzertierten Aktion wurden mehrere Abschnitte gebildet, um Flammen und Glutnester aus drei Richtungen gezielt löschen zu können. Dazu bedurfte es rund 2.000 Meter B-Schläuche und etwa 1.500 Meter C-Schläuche. Spezialeinheiten, Logistik- und Verstärkungs-Komponenten sorgten für die nötigen Kapazitäten. Unterstützt wurde die Feuerwehr auch durch eine Raupe des lokalen Entsorgers, deren großer Räumschild Schneisen an zugewiesenen Stellen schob und so zum Einsatzgelingen beitrug. Der Einsatzleitwagen 2 der Feuerwehr Unna ergänzte zudem im Rahmen überörtlicher Hilfeleistung.
Um 16 Uhr war das Feuer in der Gewalt, um 16:45 Uhr gelöscht. Zu diesem Zeitpunkt begann auch die Übergabe der gesamten Einsatzstelle an die Freiwillige Feuerwehr, die zuvor in Teilen die Wachen der Berufsfeuerwehr besetzt gehalten hatte. Der Einsatz selbst setzte sich noch bis spät in die Abendstunden fort. Die Brandstellen und angrenzende Flächen wurden stark gewässert, um ein Wiederentzünden zu verhindern. Die Rücknahme der verlegten Schläuche gestaltete sich zudem zeitaufwendig.
Einsatzleiter Matthias Gahlen zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf: „Um Schlimmeres verhindern zu können, trafen wir hier auf eine große Aufgabe, deren Bewältigung bei diesen Temperaturen eine echte Herausforderung darstellte. Die Einsatzkräfte haben hervorragende Arbeit geleistet“.
Das bestätigte auch Feuerwehrchef Dirk Aschenbrenner, der sich selbst vor Ort ein Bild von der Lage machte.
Bei dem Brandherd handelte es sich sowohl um einzelne, kleine Areale, als auch um große, zusammenhängende Flächen. Die Brandursache wird durch die Polizei ermittelt, Brandstiftung nicht ausgeschlossen. Menschenleben waren durch das Feuer ebenso wenig gefährdet wie durch Biogas einer in den Berg integrierten Absauganlage, wie ein Sprecher des lokalen Entsorgers mitteilte.
Der jedoch entstandene erhebliche Flurschaden konnte noch nicht beziffert werden. Während des Einsatzes wurde die Hostedder Straße in Höhe Deponie gesperrt.
Quelle: Feuerwehr Dortmund