Evakuierung in Hombruch

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1,8 Tonnen Luftmine wird am Sonntag entschärft.

An der Kieferstraße in Hombruch wurde eine 1,8 Tonnen schwere Luftmine aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Vor der Entschärfung am Sonntag muss im Radius von 1,5 Kilometern evakuiert werden.

 

 

Die wichtigsten Fakten zur Luftmine in Hombruch

 

  • 1,8 Tonnen schwere Luftmine auf einem Gelände an der Kieferstraße in Hombruch
  • Evakuierung am Sonntag ab 9:00 Uhr; Ende der Entschärfung für 15:30 Uhr geplant
  • Über 20.000 Menschen müssen evakuiert werden, Westfalenhalle 1 wird zur Notunterkunft, Pendelverkehr durch DSW21
  • 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für Sicherheit und reibungslosen Ablauf
  • Busse und Bahnen unterbrochen; A45 nicht betroffen
  • Kirchen und Sportanlagen geschlossen
  • Einsatzkräfte von Polizei sichern Gebäude
  • Info-Rufnummer 500 eingerichtet (Samstag von 9 bis 14 Uhr, Sonntag von 9 Uhr bis Ende)

 

dortmund.de berichtet am Sonntag ab 8:30 Uhr live

Update: 31.10.2013, 17:50 Uhr

Die Vorbereitungen auf die Entschärfung der 1,8-Tonnen-Luftmine an der Kieferstraße in Dortmund-Hombruch gehen gut voran.

Nach dem heutigen Stand werden am Sonntag gut 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Polizei, Ordnungsamt, Tiefbauamt und weiteren kleineren Einheiten unterwegs sein, um für einen reibungslosen Ablauf und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu sorgen.

Sie alle bitten die Bewohnerinnen und Bewohner des Sicherheitsbereiches noch einmal eindringlich darum, ihre Wohnungen am Sonntag bis spätestens elf Uhr zu verlassen. Dabei bitte unbedingt notwendige Medikamente mitnehmen! Wer die Notunterkunft in den Westfalenhallen aufsuchen will, kann Haustiere wie Katzen, Hunde oder Vögel mitnehmen. Für Aquarien oder Terrarien und deren Bewohner ist das allerdings nicht möglich.

Ab 09.00 Uhr beginnen dieKontrollmaßnahmen in den vier festgelegten Abschnitten. Es wird geklingelt und geklopft. Erfolgt keine Reaktion, wird davon ausgegangen, dass die Wohnung leer ist. Sollte sich jemand weigern, seine Wohnung oder sein Haus zu verlassen, werden nach eindringlichem Zureden ggf. auch Zwangsmaßnahmen getroffen. Jeder und jedem muss klar sein, dass ein Verbleib im Sicherheitsbereich unter Umständen lebensgefährlich werden kann.

Der Transport der kranken, betagten und gehandicapten Menschen aus dem Marien-Hospital (73), den beiden betroffenen Seniorenwohnheimen (84 + 60) sowie dem Schultenhof (5) ist geregelt und wird am Sonntag gegen 9.00 Uhr beginnen. Dazu stehen alle zehn Fahrzeuge des Behindertenfahrdienstes von DEW21 sowie weitere Fahrzeuge der Rettungsdienste und der Feuerwehr bereit. Die Transporte erfolgen bis auf wenige Ausnahmen in andere Häuser der jeweiligen Träger, auch jenseits der Stadtgrenzen.

Alle Kirchen und Sportvereine im Sicherheitsring sind inzwischen informiert und werden ihre Veranstaltungen ggf. absagen oder verlegen. Schulen und Sporthallen sind geschlossen.

Das Tiefbauamt wird ab 9.00 Uhr den Verkehr in das Sperrgebiet unterbinden. Es wird dabei von 17 Kradpolizisten verstärkt.

Der letzte Halt der S5 am Haltepunkt Barop wird um 8.56 Uhr sein. Danach wird der Haltepunkt abgesperrt. Ein- und Ausstiege sind dort dann nicht mehr möglich. Die Züge passieren den Sperrbezirk danach ohne Halt bis zu einem Zeitpunkt kurz vor der Entschärfung. Nach jetzigem Stand wird die letzte S-Bahn in Richtung Witten den Hauptbahnhof um 12.41 Uhr verlassen. Danach ruht der Verkehr bis zur Wiederfreigabe der Strecke.

DSW21 wird acht Busse für den Pendelverkehr zu den Westfalenhallen zur Verfügung stellen, die ab 09.00 Uhr von den folgenden Punkten aus im Umlauf verkehren:

 

  • Stockumer Straße/Am Hedreisch
  • Stockumer Straße/ Am Beilstück
  • Zillestraße/Am Hombruchsfeld
  • Löttringhauser Straße/ Parkplatz KGA Löttringhausen
  • Grotenbachstraße/ Kieferstraße
  • Menglinghauser Straße/Am Sturmwald
  • Lütgenholthauser Straße/ Rebhuhnweg
  • Harkortstraße/ Hombrucher Straße.


In den Westfalenhallen ist für rund 2.000 Personen vorgesorgt. Menschen, die diese Notunterkunft aufsuchen, werden mit kalten und warmen Getränken, einem Keks und einer Suppe verpflegt. Liegen, Decken, Stühle und tische sind ebenfalls vorhanden.

Sport- und Freizeitbetriebe bieten für Bürgerinnen und Bürger aus dem Sicherheitsbereich ein besonderes Familienangebot.

Eine viel gestellte Frage ist die nach dem Schutz vor Plünderung oder Einbruchen in der Sperrphase. Deswegen muss sich niemand Sorgen machen, betonen die Sicherheitskräfte. Die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt werden die Letzten sein, die den Sicherheitsring verlassen. Dadurch ist eine flächendeckende Sicherung über die meiste Zeit gewährleistet. Darüber hinaus wird ein Hubschrauber der Polizei das Gebiet aus der Luft überwachen.

Die Info-Rufnummern aller Beteiligten sind seit heute Vormittag sehr gut frequentiert. Leider wird die speziell für Krankentransportfragen angegebene Nummer 19222 vielfach auch in anderen Fragen angerufen. Das behindert die Feuerwehr in ihrer Arbeit. Auskünfte zu allen Fragen außer zu Krankentransporten nur unter der Rufnummer 500.

Ursprüngliche Nachricht:

Nach Luftbildauswertungen und weiteren Sondierungen im Gelände ist an der Kieferstraße in Dortmund-Hombruch eine ca. 1,8 Tonnen schwere Luftmine des Typs HC 4000 aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden.

Die zylindrische, etwa 3 Meter lange und 80 Zentimeter „dicke“ Bombe mit drei Aufschlagzündern trägt etwa 1,5 Tonnen TNT. Sie ist derzeit gesichert, so dass von ihr keine Gefahr ausgeht. Eine solche Bombe ist in Dortmund bisher zweimal entschärft worden, zuletzt 1998.

Zum Thema

Aktuelle Informationen zum Bombenfund und zu den Sicherheits- und Evakuierungsmaßnahmen gibt es:

 

  • im Internet unter www.dortmund.de
  • am Telefon unter der Rufnummer 500 (Samstag von 9 bis 14 Uhr, Sonntag von 9 Uhr bis Ende)
  • nur für Krankentransporte unter der Rufnummer 19222
  • per Twitter unter www.twitter.com/stadtdortmund

 

 

Entschärfung am 3. November geplant

Die Entschärfung soll am kommenden Sonntag, dem 3. November 2013, voraussichtlich in den Mittagsstunden durch den Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Arnsberg vorgenommen werden. Die Entschärfung wird voraussichtlich etwa eine Stunde dauern. Die Absperrmaßnahmen greifen bereits ab 9 Uhr, unmittelbar danach beginnt die Evakuierung. In vier Abschnitten werden Doppelstreifen aus Polizei und Ordnungsamt die Wohnungen kontrollieren.

 

Evakuierungsradius von 1,5 Kilometern – 20.000 Menschen betroffen

Wegen der großen Sprengkraft muss in einem Radius von 1,5 Kilometern evakuiert werden. Das reicht im Osten bis jenseits des Schulzentrums Am Hombruchsfeld, im Süden bis hinter die Reitplätze an der Großholthauser Straße, im Westen bis zu den Reitanlagen an der Persebecker Straße und im Norden bis hinter den Sportplatz am Parkhaus Barop. Betroffen sind rund 20.000 Menschen. Im Radius liegen außerdem das Marien-Hospital an der Behringstraße mit einer inneren und einer psychiatrischen Abteilung, das Fritz-Heuner-Heim an der Stockumer Straße, die Seniorenresidenz an der Harkortstraße, das städtische Hallenbad an der Deutsch-Luxemburger-Straße sowie mehrere Kirchen, Sporthallen und Sportplätze. Ein Teil dieser Einrichtungen ist bereits informiert, bei den Übrigen erfolgt dies am morgigen Donnerstag. Mitarbeiter des Ordnungsamtes werden morgen im betroffenen Gebiet Handzettel verteilen.

Bus- und Stadtbahnverkehr wird unterbrochen

Der öffentliche Bus- und Stadtbahnverkehr auf den Linien 440, 447, 448, 449 und U42 wird für die Zeit der Sperrmaßnahmen unterbrochen. Dies gilt auch für die S-Bahn-Linie S5 von Dortmund Hbf. nach Witten und weiter. Mehr Infos…

Die A45 kann außen vor bleiben, obwohl ein ‚Ohr’ des Kreuzes Witten teilweise im Sperrgebiet liegt.

Es wird dringend darum gebeten, den Anweisungen der Ordnungsbehörden während der Evakuierung Folge zu leisten. Verzögerungen bei den Evakuierungsmaßnahmen führen zu vermeidbaren Unannehmlichkeiten für alle Beteiligten. Nach Abschluss der Evakuierung bis zur erfolgreichen Entschärfung ist der Aufenthalt im Sperrbereich strikt untersagt.

 

Notunterkünfte werden eingerichtet

Wer in dem Evakuierungsradius lebt, sollte seinen Aufenthalt am kommenden Sonntag möglichst bereits im Vorfeld organisieren. So werden die bereit gestellten Notunterkünfte in den Westfalenhallen mit einer Gesamtkapazität von etwa 2.000 Personen entlastet (die Erfahrung zeigt, dass eine Kapazität von 10 Prozent der Betroffenen ausreichend ist). Zu diesen Unterkünften werden Transferbusse eingesetzt. Details dazu müssen noch geklärt werden.

 

Verlegung des Krankenhauses und von Seniorenheimen

Die rund 70 Patienten des St. Marien-Hospitals müssen verlegt werden. Die Krankenhausleitung ist unterrichtet und im Kontakt mit dem städtischen Gesundheitsamt. Das gleiche gilt für die etwa 80 Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Seniorenheime. Auch die Sportvereine, deren Spielbetrieb tangiert sein kann, und die Kirchen, deren Gottesdienste berührt sein können, werden zeitnah unterrichtet.

Stadt Dortmund