Das Ehrenamt im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz

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18.06.2010 – Posteraktion trägt zur Nachwuchsgewinnung bei

Hombruch – Aus gegebenem Anlass hatte Feuerwehrchef Dirk Aschenbrenner am Vormittag zu einem Fototermin mit anschließender Pressekonferenz in das Gerätehaus des Löschzuges 16 geladen. Die örtlichen Vertreter der ansässigen Hilfsorganisationen, des Technischen Hilfswerks, der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft und natürlich der Freiwilligen Feuerwehr kamen der Einladung gerne nach, ging es doch um die Verfechtung ehrenamtlichen Engagements. Ergänzt wurde die Runde durch Herrn Peter Spaenhoff, Leiter der Bürgerdienste, denen auch die städtische Freiwilligen-Agentur zugeordnet ist.

Sinn und Zweck der Aktion war es, für das Ehrenamt im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz zu werben. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat in diesem Jahr eine Posterserie aufgelegt, die mit unterschiedlichen Motiven das ehrenamtliche Engagement in einer der Partnerorganisationen bewirbt.

Zum Start in Dortmund wurden zunächst 300 Exemplare im Stadtgebiet verteilt. Besonders eindrucksvoll und für viele Dortmunder durch die Erfahrungen mit „Kyrill“ im Jahr 2007 oder der Hochwasserkatastrophe im Dortmunder Westen 2008 noch fühlbar: die Version eines herannahenden Orkans und dem Slogan: „Stell dir vor, es ist Sturm und keiner räumt auf“.

stehend v-l.n.r.: Dr. Edwin Tatenhorst (ASB), Peter Weiler (THW), Fred Weingardt (DRK), Tillmann Castillo-Romero (MHD), Arnim Mandler (DLRG), Peter Spaenhoff (Bürgerdienste), Dirk Aschenbrenner (Feuerwehr), Jörg Müssig (Sprecher Freiwillige Feuerwehr), André Lüddecke (Stadtverband der Freiwilligen Feuerwehr), Andreas Kleff (JUH), kniend: Martijn Stern (Löschzug 16)

Die anschließende Pressekonferenz nutzten die Journalisten ausgiebig, um sich über Inhalte und Hintergründe zum Ehrenamt bei den beteiligten Organisationen zu informieren. Tillmann Castillo-Romero, Malteser Hilfsdienst, erläuterte den intensiven wie umfangreichen Ausbildungsgang Ehrenamtlicher innerhalb der Notfallmedizin und damit verbunden auch eine gewisse Zurückhaltung potenzieller Interessenten.

Fred Weingardt vom Deutschen Roten Kreuz zeigte zudem auf, welche traditionellen Werte innerhalb der Teams vermittelt werden – und die heute leider häufig konträr verlaufende Interessenlage der Jugend.

Dirk Aschenbrenner stellte die drei „A“ als Motor für das Engagement im Bevölkerungsschutz heraus: qualifizierte Ausbildung, gute Ausstattung, hohe Anerkennung. Diese, da waren sich alle Anwesenden einig, liegt in der Bevölkerung vor, was in jeder Einsatzsituation sofort spürbar ist.

Ein Fazit der Veranstaltung war, dass die Zahl der Aktiven in Dortmund, entgegen dem Trend auf Bundesebene, vergleichsweise konstant ist. Und dennoch: die präventive Nachwuchswerbung ist der richtige Weg und soll wo möglich und sinnvoll forciert werden. Zielgruppe dabei sind all diejenigen, die ein Ehrenamt noch gar nicht ausüben. Der Aufruf richtet sich gleichermaßen an Erwachsene, Jugendliche und Eltern. In die Jugendfeuerwehr beispielsweise können Kinder schon ab dem 10. Lebensjahr eintreten.

Abschließend wurde ein Tag bereits vorgemerkt. Der 05. Dezember ist weltweit der Tag des Ehrenamtes, zu dem auch die Feuerwehr Dortmund einen Beitrag leisten möchte.

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Quelle: Feuerwehr Dortmund