26.02.2013 – Feuerwehreinsatz dauert bis in die Abendstunden
Eving – Kurz vor 10:30 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Zweifamilienhaus an der Katzbachstraße alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand die rechte Gebäudehälfte einschließlich des Dachstuhls vollständig in Flammen.
An der Katzbachstraße in Eving brannte am Dienstag ein Wohnhaus. (HK)
Der 65-jährige Bewohner hatte noch erfolglos versucht das Feuer selbst zu löschen. Hierbei zog er sich Verbrennungen an der Hand und eine Rauchvergiftung zu. Er wurde sofort von dem mitalarmierten Rettungsdienst versorgt und ins Krankenhaus gebracht.
Mit insgesamt vier C-Rohren u. a. von einer Drehleiter und vom Garten aus, wurde das Feuer von mehreren Seiten bekämpft. Die Wohnhaus (rechte Gebäudeseite) wurde durch den Brand vollständig zerstört. Durch den Löschangriff konnte zwar eine Zerstörung des Nachbarhauses verhindert werden, im Bereich des Dachgeschosses hatten sich die Flamen aber bereits weiter ausgebreitet. Eine Beschädigung des benachbarten Dachstuhls und der angrenzenden Räume konnten hier nicht mehr verhindert werden.
Um das Feuer löschen zu können, musste erst die harte Bedachung entfernt werden. (HK)
Nach etwas über einer Stunde konnte der Brand unter Kontrolle gebracht, jedoch nicht vollständig gelöscht werden. Auf Grund der Tatsache, dass das Brandobjekt massiv einsturzgefährdet war und der freigebrannte Schornstein und Teile der Decke bereits in sich zusammengefallen waren, konnten die immer wieder unter den Trümmern aufflammenden Glutnester im Gebäude nur von außen bekämpft werden. Von der Arbeitsbühne des kleinen Teleskopmastes der Feuerwehr wurde schließlich der Löschangriff mit Wasser und Schaum direkt über dem Gebäude durchgeführt.
Zur Beurteilung der Standsicherheit wurde ein Baufachberater vom THW (Technisches Hilfswerk) hinzugezogen.
Die Freiwillige Feuerwehr unterstützte u. a. die Löscharbeiten vor Ort. (BT)
Im Laufe des Einsatzes musste die 82-jährige Nachbarin aus der anderen Gebäudehälfte mit einem leichten Schock ebenfalls ins Krankenhaus gebracht werden.
Im Einsatz waren zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr sowie zahlreiche Helfer der Freiwilligen Feuerwehr aus dem gesamten Stadtgebiet. Während der normalen Arbeitszeit unterstützten die ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen bei der Brandbekämpfung oder stellten ihre Einsatzbereitschaft auf den hauptamtlichen Feuerwachen her, um für mögliche Paralleleinsätze sofort zur Verfügung zu stehen.
Die rechte Gebäudehälfte wurde durch das Feuer völlig zerstört. (BT)
Seit etwa 17:00 Uhr sind circa 30 Einsatzkräfte mit den Nachlöscharbeiten vor Ort beschäftigt. Der Einsatz wird sich noch bis in die Abendstunden hinziehen.
Der Gesamtschaden wird auf mehrere 100.000 Euro geschätzt.