Am 9.02.2018 versammelte sich der Löschzug 16 im historischen Gerätehaus an der Domänenstraße in Hombruch um auf das erfolgreiche Jahr 2017 zurück zu schauen und um über das kommende Jahr zu sprechen.
Im vergangenen Jahr rückten wir zu insgesamt 117 Einsätzen imStadtteil aus. Davon waren 43 First Responder Einsätze (Der Löschzug und speziell geschulte Kameraden werden alarmiert wenn der Regelrettungsdienst nicht schnell genug vor Ort sein kann.). Brandeinsätze waren insgesamt 37, Wachbesetzungen gab es 9 Stück auf der Hauptfeuerwache in der Dortmunder Innenstadt, auf der Wache 4 in Hörde und in Eving auf der Feuerwache 2, Technische Hilfe Einsätze wurden 13 bewältigt und 13 weitere Male verpflegte der Löschzug bei längeren Einsätzen die Kollegen der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr.
Besondere Einsätze die in Erinnerung geblieben sind, waren unter anderem die Explosion in Hörde bei der wir insgesamt mehr als 3 Tage als Löschzug und als Verpflegungseinheit vor Ort waren. Auch bei der Evakuierung des Hannibal waren wir mehr als 5 Tage im Einsatz als Verpflegungseinheit. Wir versorgten mehrere 100 Kollegen mit warmen und kalten Getränken.
Ein eher seltener Einsatz stellte die Retter vor neue Herausforderungen. Im Februar kam es zu einem Feuer in unmittebarer Nachbarschaft der Wache. Aus diesem Grund waren wir auch mit Ersteintreffend. So bot sich das dramatische Bild des Hausbewohners der gerade aus der Wohnung kam und von den noch vor der Feuerwehr eingetroffenen Polizei versorgt wurde. Aufgrund starker Brandverletzungen wurde der Anwohner schnell vom Rettungsdienst versorgt und in ein Krankenhaus verbracht. Dieser nicht alltägliche Einsatz wurde anschließend in einem ruhigen Kreis mit einem Mitglied des PSU-Teams (Psychosoziale Unterstützung) nachbesprochen. Für viele Kameraden war dies der erste Einsatz mit einem direkten Personenschaden der so direkt erlebt wurde. Durch das Nachgespräch konnte das erlebte verarbeitet werden. Die Feuerwehr und alle anderen Hilfsorganisationen können im Bedarfsfall auf das PSU Team zurückgreifen und dieses anfordern. Ggf. auch direkt nach Einsätzen noch am selben Tag.
Erfreulicherweise wurde mal wieder eine Pokalfeier des BVB logistisch unterstützt. Die Kräfte der Hilfsorganisationen die am Ausbildungszentrum in Eving zur Unterstützung des Regelrettungsdienstes bereit standen wurden von der Verpflegungseinheit des Löschzug Hombruch verpflegt.
Im Juni wurde der Löschzug aus dem Übungsdienst heraus zu einem Verkehrsunfall in Hombruch gerufen und war zeitgleich mit dem Rettungsdienst sowie den Kameraden der Wache in Eichlinghofen vor Ort. Gemeinsam wurde der Einsatz abgearbeitet wobei der Löschzug 16 Absperrmaßnahmen, Absicherung gegen Feuer und auslaufende Stoffe ergriff. Zwei First-Responder-Trupps unterstützten auch den Rettungsdienst bei der Versorgung der Verletzten.
Auch die Feuerwehr öffnet sich Neuerungen und eine davon ist der Facebookauftritt der immer wichtiger wird um den Kontakt zum Bürger zu suchen und gleichzeitig als Informationswerkzeug. Hierbei ging der Löschzug im letzten Jahr einen neuen Weg und beteiligte sich an den vielzähligen Aprilscherzen die im Internet kursieren. Es konnten mit diesem Post über 18.000 Facebooker erreicht werden. Scheinbar kam die Idee sehr gut an. Die „Schlagzeile“ war: „Aufwärmküche war gestern, der Löschzug Hombruch bekommt einen Foodtruck!“ Die Einsatzverpflegung stellt die SE-V mithilfe von Aufwärmessen, das in einem Konvektomaten erhitzt wird sicher. So wird ein Höchstmaß an Hygiene gewährleistet. Besonders an dreckigen Einsatzstellen ist dies besonders wichtig. Nun sind aber im aktuellen Gespräch immer öfter neue Essensvorgaben wie Vegetarisch, Vegan oder sogar Paleo. Mit einem Foodtruck sollten nun auch diese Geschmacksrichtungen bedient werden. Viele Kameraden waren mehr als begeistert und selbst die News-Seite Dortmund24 berichtete exklusiv über den Aprilscherz.
Nach diesem spannenden Rückblick gilt es 2018 noch erfolgreicher zu gestalten. Hierbei gibt es 2 große Themen. Zum einen die Jubiläumsfeier gekoppelt mit einem Tag der offenen Tür zum 140-jährigen Bestehen des Löschzuges. Immerhin einer der ältesten Freiwilligen Löschzüge in Dortmund. Das Festprogramm wird sehr umfänglich und beinhaltet natürlich wieder eine Präsentation der Fahrezuge, spannende Übungen, leckerers Essen sowie erfrischende Getränke. Am 07.07.2018 wird der Tag der offenen Tür Rahmen des Festprogramms bei dem hoffentlich viele interessierte Bürger zu Besuch kommen, um sich über „ihre“ Feuerwehr in Hombruch zu informieren.
Ein anderes wichtiges Thema ist der neue Dienstplan. Es sind ca 55 Ausbildungsthemen für 2018 geplant. Hierbei wird das Thema ANT(S) (Atemschutznotfalltrupp / Atemschutznotfallstaffel) sehr wichtig da dies eine neue Variante des Rettungstrupps mit neuer Ausstattung ist die eingeführt wurde. Der Rettungstrupp und in Zukunft der ANT stellt die Sicherheit der vorgehenden Trupps sicher. Jeder Trupp der in ein Gebäude zum löschen oder zur Menschenrettung vorgeht muss durch einen Trupp gesichert sein der im Notfall den ersten Trupp aus der Gefahrensituation retten kann. Hierfür wird besonders der Umgang mit dem neuen Material geübt bis dieses in stressigen Situation unter Nullsicht quasi im Schlaf beherrscht wird. Um diesen Dienstplan auszuarbeiten, haben sich einige Kameraden lange zusammen gesetzt, sodass eine sinnvolle Themenauswahl getroffen werden konnte und um diese Unterrichte/ Übungen vorzubereiten. Besonders wichtig war hierbei alle wichtigen Themen abzudecken und dennoch Randthemen nicht zu vernachlässigen.
Insgesamt werden auch dieses Jahr wieder mehr als 200 Stunden Freizeit in die Aus- und Fortbildung investiert. Dies passiert an 47 Dienstabenden und zusätzlich dazu Samstags weitere Fortbildungen sowie ab März Dienstsport. Zu diesen Stunden kommen noch ca 350 Stunden dazu wenn man die 117 Einsätze dazu zählt und dabei von einer durchschnittlichen Einsatzdauer von ca 3 Stunden ausgeht.
Auch dieses Jahr wurden wieder zahlreiche Beförderungen ausgesprochen. So wurden 5 Kameraden zum Feuerwehrmann befrdert, ein Kamerad zum Oberbrandmeister und eine Kameradin zur Unterbrandmeisterin.