Vollalarm für die Feuerwehr
Am späten Montagabend zog ein schweres Unwetter über die Stadt. Durch den Sturm wurden unzählige Bäume beschädigt, die durch abgebrochen Äste oder entwurzelte Bäumstämme ganze Straßen und Gehwege blockierten. Straßenteile standen unter Wasser, Dächer wurden abgedeckt, Fassadenteile lösten sich von Gebäuden und auch Oberleitungen der Deutschen Bahn und der Dortmunder Stadtbahn waren von dem Unwetter betroffen.
Gegen 21:30 Uhr erreichte die Unwetterfront den Westen der Stadt und breitete sich nach Osten aus. Bis 02:00 Uhr zählte die Einsatzleitstelle der Dortmunder Feuerwehr bereits über 500 Einsätze. Mit Beginn des neuen Tages wird jedoch erst das ganze Ausmaß des Sturms sichtbar werden, so dass die Gesamtzahl der Ereignisse noch steigen wird.
Für die Störfallbeseitigung im Stadtgebiet war die gesamte Feuerwehr Dortmund im Einsatz. Für die 19 Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr wurde Vollalarm ausgelöst und auch das Technische Hilfswerk (THW) wurde zur Unterstützung angefordert. In der Einsatzleitstelle musste zusätzliches Personal aus der Freizeit aktiviert werden und der Führungsstab wurde einberufen, um die Großlage im Hintergrund zu koordinieren. Geschätzte 400 Helferinnen und Helfer, größtenteils ehrenamtlich tätig, waren in der Nacht im Einsatz, um Gefahrenstellen zu beseitigen und die Infrastruktur der Stadt Dortmund wieder herzustellen.
Die Maßnahmen der Feuerwehr werden sich noch bis spät in den heutigen Dienstag hinziehen. Erst dann kann eine abschließende Einsatzbilanz gezogen werden.