27.11.2012 – Giraffenbulle verstarb trotz Rettungsversuch
Brünninghausen – Gegen 9:30 Uhr ging ein Notruf aus dem Dortmunder Zoo in der Einsatzleitstelle der Feuerwehr Dortmund ein. Tierpfleger hatten morgens im Giraffengehege den fünf Jahre alten Giraffenbullen „Tamu“ auf dem Boden vorgefunden. Wie lange er zu diesem Zeitpunkt schon dort gelegen hatte war ungewiss. Da sich das Tier nicht selbstständig aufrichten konnte und auch die Pfleger die Giraffe nicht auf die Füße bekamen wurde die Feuerwehr alarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte lag das erschöpfte Tier auf dem Boden. Aufgrund der besonderen Anatomie von Giraffen, ist dieser Zustand über einen längeren Zeitraum lebensbedrohlich.
Mit Hilfe einer Umlenkrolle und einer Bandschlinge versuchten die Einsatzkräfte der Feuerwache 4 (Hörde) sowie der Spezialeinheiten „Höhenrettung“ und „Technische Rettung“ dem circa eine Tonne schweren Tier beim Aufstehen zu unterstützen, jedoch leider ohne Erfolg.
Um Zeit zu gewinnen wurde der Kopf des Tieres möglichst hoch über dem Herzen gelagert. Dazu wurde gemeinsam mit den Zooangestellten und der hauseigenen Schreinerei eine Konstruktion geschaffen, auf der der Giraffenhals und der Kopf behutsam abgelegt werden konnte.
Die ganze Rettungsaktion musste sehr langsam und mit größter Vorsicht durchgeführt werden. Stress und Aufregung hätten den sofortigen Tod für das normalerweise in der Wildnis lebende Fluchttier bedeuten können. Mit vereinten Kräften der Feuerwehr und der Zooangestellten gelang es dann mit mehreren Bandschlingen und einem Rettungstuch das Tier kurzeitig aufzurichten. Bedauerlicherweise hatte „Tamu“ aber nicht mehr genügend Kraft um sich hinzustellen. Stattdessen versagte sein Kreislauf und er verstarb in seinem Gehege. Die anwesende Tierärztin die von Anfang an den Rettungseinsatz begleitet hatte, konnte gegen 12:50 Uhr leider nur noch den Tod feststellen.
Letztendlich war die Feuerwehr Dortmund mit circa 20 Einsatzkräften trotz aller Anstrengungen vergeblich im Einsatz.