Feuerwehr rettete sechs Bewohner
Innenstadt Nord – Um 22:48 Uhr meldete ein Bewohner der Einsatzleitstelle der Feuerwehr Brandgeruch aus dem Keller eines Mehrfamilienhauses an der Stollenstraße.
Den ersteintreffenden Kräften der Feuerwache 1 schlugen bereits Flammen aus den Lüftungsgittern im Kellerbereich entgegen.
Einige Bewohner hatten das Gebäude schon selbstständig verlassen. Sechs Personen mussten mit Fluchthauben durch den verrauchten Treppenraum von der Feuerwehr gerettet werden. Nach einer notärztlichen Untersuchung vor Ort wurden insgesamt vier Personen mit dem Verdacht einer Rauchgasvergiftung in umliegende Krankenhäuser transportiert, unter ihnen auch eine 23-jährige schwangere Frau.
Mit mehreren Trupps unter Atemschutz ging die Feuerwehr zur Bekämpfung des Vollbrandes im Keller Altbaus vor. Durch die enorme Hitze war auch eine Gasleitung undicht geworden. Hierdurch wurde die Brandbekämpfung zusätzlich erschwert, denn bis das Gas abgesperrt war durfte die Flamme nicht gelöscht werden, um eine unkontrollierte Ausbreitung der Gase und eine damit verbundene Explosion zu verhindern.
Zunächst durfte folglich lediglich das Umfeld um die heiße Gasflamme abgelöscht und mit Wasser ständig gekühlt werden. Weil ein Absperren der Gasversorgung außerhalb des Gebäudes nicht möglich war, dauerte es, bis der Keller mit Lüftern soweit rauchfrei gemacht werden konnte, dass die Einsatzkräfte das Absperrventil im Keller auffinden und schließen konnten.
Nach dem Absperren der Gasleitung erlosch die Flamme dann von selbst. Durch die extrem hohen Temperaturen hatte sich das Feuer bis in eine Erdgeschoßwohnung ausgebreitet.
Nach Abschluss der Nachlöscharbeiten und ausgiebigen Lüftungsmaßnahmen konnten die letzten der insgesamt 60 Einsatzkräfte den Einsatzort nach vier Stunden verlassen.
Mit den Kräften der Feuerwachen 1 und 2 waren auch Einheiten mehrerer Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr (Eving, Lanstrop, Groppenbruch, Hombruch und Lütengdortmund) im Einsatz.
Es entstand ein Sachschaden von 100.000 Euro. Die Brandursache wird durch die Polizei ermittelt.
Quelle: Feuerwehr Dortmund